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Die Liebe aus den Fugen oder: wer alles will, will nichts

Sven Hillenkamp ist Politologe, Soziologe und Historiker. Und er ist auf allen drei Ebenen auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage: „Wie hält es die Gegenwart mit der Liebe?“ Die Antwort, die er in seinem viel diskutierten Buch „Das Ende der Liebe“ findet, klingt pessimistisch. Die Liebe hat ausgedient. Weil die Liebe nur noch zu dienen hat. Die globalisierte Gegenwart mit all ihren grenzenlosen Möglichkeiten führt sich dadurch selbst ad absurdum. Sie grenzt uns ein. Auf unsere grenzenlose Freiheit. Wir sind nur noch dabei, die Liebe zu versuchen und wissen beim Versuch, dass ein nächster Versuch noch besseres …

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Was ihr wollt oder: was ein Kanzler nicht wollte

2019 wurde in Österreich aufgrund des jahrzehntelangen Engagements der österreichischen LGBTIQ*-Bewegung die Ehe für Alle erkämpft. Allerdings gegen den Willen des gesegneten Bundeskanzlers und derzeitigen Koalitionspartners der Grünen in der neuen Regierung Österreichs. Wer nicht versteht bzw. nicht verstehen will, was für ein Kampf diesem Etappensieg voranging, weigert sich Freiheit verstehen zu wollen. „Jetzt habt ihr doch alles, was ihr wollt!“ Abgesehen von der Tatsache, dass diese Feststellung nicht der Wirklichkeit entspricht, fehlt ihr vor allem eines: Freude. Weil dieser Satz primär einen Vorwurf artikuliert. Und die Frage warum wir noch immer so laut sein müssen. Wo doch jetzt alles …

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The well-behaved high school student and Joan Baez

When, as a well-behaved high school student, I was preparing my thesis on “The History of the Protest Song” during the summer of 1994 in order to complete my high school diploma, I could not have suspected that this would reveal a major change in my life. I stumbled upon Joan Baez’s autobiography and was immediately addicted to the subject. All of my studies (English and American Studies, Political Science) were shaped by the question of how resistance and art are interrelated. Not only did I compose my own songs (which turned me into writer, especially since it helped me …

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Der brave Gymnasiast und Joan Baez

Als ich im Sommer 1994 als braver Gymnasiast meine Fachbereichsarbeit über „Die Geschichte des Protestliedes“ vorbereitete, um meinen Schulabschluss zu vervollständigen, konnte ich nicht ahnen, dass sich dadurch eine große Wendung in meinem Leben offenbaren würde. Ich stolperte über die Autobiographie von Joan Baez und konnte mich von diesem Thema nicht mehr losreißen. Mein Studium (Anglistik und Amerikastudien, Politikwissenschaft) war geprägt von der Verbindung zwischen Widerstand und Kunst. Ich schrieb nicht nur meine eigenen Lieder (was mich zum Schriftsteller machte, zumal ich dadurch auch zur Lyrik und später zur Prosa finden sollte), sondern verfestigte meine Bewunderung für eine Künstlerin und …

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Die Chance auf Glück – 2 Podcasts über „Helden für immer“

Im Krisenjahr 2020 war es schwierig Lesungen zu organisieren und ich war sehr froh um meinen Brotberuf als Bibliothekar. Denn ich kenne zahlreiche Autorinnen und Autoren, die in schlimme existenzbedrohende Situationen geraten sind. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich mit meinem Roman „Helden für immer“ (erhältlich hier) im Herbst gleich zweimal eingeladen wurde, um meine Geschichte von Felix und Kilian im Radio zu präsentieren. Einmal in Wien und einmal in Innsbruck habe ich mich mit meinem Buch und meiner Gitarre aufgemacht, um aus meiner literarischen Werkstatt zu berichten, Auszüge aus „Helden für immer“ zu lesen und zu singen. …

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Überholmanöver

Das VfGH Urteil vom 11. Dezember 2020 zur künftigen Entkriminalisierung des assistierten Suizids in Österreich ist ein großer Sieg der Würde. Der politische Katholizismus in diesem Land versucht sich in all seiner reaktionären Verbohrtheit wieder und wieder über die Würde der Menschen zu stellen und hat nun einmal mehr eine verfassungsrechtliche Zurechtweisung erhalten. Noch ist nicht klar, ob und wie das ideologische Kleinkind des politischen Katholizismus in Österreich diese Zurechtweisung hinnehmen wird. Klar wird aber einmal mehr, dass für mich die Tatsache meines Todes nur dann zum Tabu wird, wenn sich jemand an meinem Sterbebett aufplustert und mir arrogant kundtut: …

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Populär ist noch immer nicht genug oder: Neuauflagenfreudentanz!!!

Big Announcement!!! Da die Heldin meiner Doktorarbeit 2021 ihren 80. Geburtstag feiert, habe ich mir ein besonderes Geburtstagsgeschenk überlegt. Mein Buch über die politische Arbeit von Joan Baez ist mittlerweile in vielen hundert Bibliotheken rund um den Globus zu Hause, deshalb haben mein Verlag und ich uns dazu entschlossen eine Neuausgabe in die Welt zu schicken. Versehen mit einem Zusatzkapitel über die Aktivitäten von Joan Baez in den 2010er Jahren untersucht mein Buch nun die gesamte 60 Jahre dauernde Karriere dieser bemerkenswerten Frau. Ich habe das Buch in Englisch geschrieben. Es wird im März 2021 erscheinen und von der ehrenwerten …

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„Helden für immer“ – on the RADIO!

Tune in! Meine „Helden für immer“ (Querverlag) haben in Kürze zwei fulminante Auftritte im Radio! Ich wurde für zwei Radiosendungen interviewt und habe von meinem Roman erzählt, einige besonders berührende Stellen vorgelesen und auch Lieder aus meinem Repertoire gesungen.   Im Rahmen der Sendung „Berggasse 8“ gibt es auf Radio Orange eine einstündige Sendung über mich und mein Buch am Sonntag, 18. Oktober 2020 um 16 Uhr zu hören (Erstausstrahlung). Weitere Informationen hier.   Im Rahmen der „Sendung der Aidshilfe“ gibt es auf Freirad eine einstündige Sendung über mich und mein Buch am Donnerstag, 22.10.20 um 20 Uhr zu hören (Erstausstrahlung).   …

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Unter der Sonne: Geburt zweier Helden

Ich blicke aus dem Fenster und betrachte die Herbstsonne mit literarischer Nostalgie. Diese Stimmung erinnert mich an einen Ausflug nach Wien vor fünf Jahren. Als ich unter einer ebensolchen Sonne auf einer Bank am Heldenplatz saß und über mein Schreiben nachdachte. Mehr als alles andere wollte ich einen Roman schreiben. Und beschloss damals die Handlung meines Romans auf eben jener Bank zu eröffnen. Zwei Menschen treffen genau hier auf dieser Bank aufeinander und ganz egal, welche historischen Verwicklungen auf diesem Platz die Geschichte nachhaltig und traumatisierend prägten, ging es in diesem Moment nur um die Begegnung zweier Liebender. Denn mir …

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Mein Abschied von Sozialen Medien oder: die Sehnsucht nach Stille

Die 2010er Jahre waren auch für mich geprägt von einem Glauben. Dem Glauben an die Bedeutung jener Vernetzung, die andere mir als einzig wahre Möglichkeit suggerierten. Auch ich habe Soziale Medien aus nur einem Grund konsumiert. Weil alle es gemacht haben. Ich habe sie privat wie auch beruflich genutzt. Ich habe von einem Account zum nächsten geglaubt nichts sei so wichtig als Teil von etwas zu sein, das mir auch nach zehn Jahren nicht sympathischer wurde. Der Anspruch war Menschen näher zusammenzubringen. Zumindest habe ich das in meiner Einfalt so in Erinnerung. Wer glaubt, dass Soziale Medien diesen Anspruch erfüllen, …

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