Kategorie: #DasguteBuch

Die queere Macht der Solidarität

Nachdem sowohl in Deutschland Gleichstellung und somit auch rechtlicher Respekt erkämpft wurde als auch in Österreich die rechtskonservative Regierung in ihrem verzweifelten Versuch gescheitert ist, eine VGH Entscheidung zu unterminieren und nun auch Schwule und Lesben in der Alpenrepublik künftig eine zivilrechtliche Ehe eingehen dürfen, stellt sich einmal mehr die Frage, um welchen Kampf es sich handelt, wenn von Queer Wars die Rede ist. Angesichts der wenigen Jahrzehnte, in denen schwule, lesbische und transgender Menschen weltweit dazu in der Lage waren, um ihre Sozialisation und demgemäß um ihr Leben zu kämpfen, ist es bemerkenswert, mit welchen Erfolgen sich diese globale …

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Die Liebe eines Kindes und die Politik des Hasses

„Was ist das, eine Familie? Ein Mann, der seine Frau schlägt, der sein Kind quält? Nein, ehrlich, das soll ein bewundernswertes Modell sein?“   Die dreizehnjährige Gabrielle liebt ihre Eltern über alles. Diese sind seit fünfzehn Jahren miteinander verheiratet und haben Gabrielle adoptiert. Ihre Alltagsreflexionen erzählt Gabrielle in der Sprache eines freudestrahlenden Kindes, das in seiner Familie Geborgenheit erfahren darf. Durch ein neues Gesetz wird die glückliche Familie stigmatisiert, systematisch verfolgt und in ein Ghetto gezwungen. Gabrielles Eltern dürfen keinen Beruf mehr ausüben und das Ghetto nicht verlassen. Als sie ihrer geliebten Tochter ein Geburtstagsgeschenk machen wollen, riskieren die beiden …

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Unvergängliches im Angesicht der Vergänglichkeit

Die Liebesgeschichte zwischen Karsten und Roman ist eine, die sich gefügt hat. Die einfach so passiert ist. Die Harmonie hat sich mit großer Glaubwürdigkeit ihrer Leben angenommen und Schritt für Schritt eine gemeinsame Lebensgeschichte geschaffen. Das kleine Glück, das mit spürbarer Größe erzählt wird. Die Kleinigkeiten, die den Alltag auch der glücklichsten Paare immer wieder mal ergreifen, schleichen sich zunächst unscheinbar, aber mit immer bedrohlicheren Gesten in ihr Glück. Karsten verlegt seine Schlüssel, vergisst einen Termin und ringt immer öfter um Worte. Die Diagnose Alzheimer wirft das Paar ruckartig aus ihrer so umsichtig gestalteten kleinen Welt. Umso inniger klammern sie …

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Das Porträt einer Unbeugsamen als Geschichte einer grossen Möglichkeit

  Joan Baez und ihre Stimme gegen Gewalt   Über Joan Baez zu lesen führt nahezu immer zur Lektüre einer großen Hoffnung. Einer Hoffnung, die weder die Künstlerin und Aktivistin selbst noch ihr Publikum ganz aufgeben wollen. Auch wenn sie immer wieder in weite Ferne rückt. Die Hoffnung auf eine Welt, die den Wahnsinn vielleicht doch irgendwann zu überwinden vermag. Dann beginnen wir zu verstehen, was Baez meint, wenn sie von kleinen Siegen und großen Niederlagen spricht. Siege und Niederlagen, die ihr künstlerisches und politisch-aktives Leben zur Genüge kennt. Die 1941 geborene Sängerin war nämlich nie nur eine Stimme für …

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