Kategorie: #DasIchunddasWort

Mein banger Traum

In der Mitte meines Lebens stolpere ich immer wieder über das gestellte Bein der Nostalgie. Ein Thema, das mich bislang nicht sonderlich interessiert hat. Aber auch im Zusammenhang mit meiner Literatur fällt mir immer öfter auf wie schnell die Zeit vergeht. 2007 erschien etwa mein erster Roman „Der bange Traum“. Unter meinem zeitweiligen Pseudonym Simon M. Jonas. Es hat mir Spaß gemacht eine neue „Identität“ anzunehmen. Aber ich wollte auch ein wenig meine Eltern vor allfälliger Kritik an mir und meinem Roman schützen. Ich konnte es eigentlich kaum glauben, dass das Buch tatsächlich publiziert wurde. Alle, die davon träumen ihr …

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Der Blubberblasenblues oder: Wenn Literatur nicht länger Literatur sein darf

Ich habe die Inauguration von Joe Biden nur in Form einiger Schlagzeilen konsumiert. Ich bin zwar promovierter Amerikanist, aber der übliche amerikanische Pomp bei solchen Anlässen hat mich noch nie gereizt. Ich verspüre keine Lust dazu mich an Roben, Schmuck, Klatsch und schönen Frauen zu ergötzen. Weder an der Frisur von Michelle Obama, noch nicht einmal am stimmgewaltigen Auftritt Lady Gagas beim Singen der Nationalhymne. Nationalhymnen interessieren mich nämlich überhaupt nicht. Es ist mir auch vollkommen egal, ob Bernie Sanders Wollhandschuhe trägt oder nicht. Viel wichtiger ist mir eine Antwort auf die Frage, ob und wie Joe Biden und Kamala …

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Unter der Sonne: Geburt zweier Helden

Ich blicke aus dem Fenster und betrachte die Herbstsonne mit literarischer Nostalgie. Diese Stimmung erinnert mich an einen Ausflug nach Wien vor fünf Jahren. Als ich unter einer ebensolchen Sonne auf einer Bank am Heldenplatz saß und über mein Schreiben nachdachte. Mehr als alles andere wollte ich einen Roman schreiben. Und beschloss damals die Handlung meines Romans auf eben jener Bank zu eröffnen. Zwei Menschen treffen genau hier auf dieser Bank aufeinander und ganz egal, welche historischen Verwicklungen auf diesem Platz die Geschichte nachhaltig und traumatisierend prägten, ging es in diesem Moment nur um die Begegnung zweier Liebender. Denn mir …

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Erinnerung als Sand oder: der Boden unter den Füßen

Die IG Autorinnen und Autoren Tirol feierte kürzlich ihr 30jähriges Bestehen. Mit der Publikation einer Anthologie und einer Lesung. Unter dem Titel „Über die Jahre“ haben 47 Tiroler AutorInnen sich in Geschichten und Gedichten erinnert. An ganz besondere Wendepunkte, Ereignisse, Menschen, Erfahrungen. „Sie beobachten und reflektieren, sie vermengen Realität und Fiktion. Sie berichten und verdichten“ heißt es auf dem Buchrücken. Vom wunderen Sujet „Erinnerungen“ motiviert, durfte auch ich zwei Texte dazu beitragen. Meine beiden Gedichte „Zeit im Sand III“ und „Zeit im Sand V“ sind Auszüge eines kleinen lyrischen Zyklus, der den wichtigsten Wendepunkt in meinem Leben zum Thema hat. …

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