Kindheitserinnerungen oder: der unsichtbare Zauberer

Kindheitserinnerungen oder: der unsichtbare Zauberer

Immer wieder kocht eine Erinnerung in mir hoch. Dann fällt mir eine Zeit in meinem Leben ein, in der ich ernsthaft glaubte, dass erwachsen zu sein auch wirklich erwachsen zu sein bedeutete. Wenn wir erwachsen sind, haben wir die Freiheit zu tun, was wir wollen. Wenn wir erwachsen sind, haben wir die Erfahrung, um es besser zu wissen. Wenn wir erwachsen sind, werden wir es richtig machen.

Es hat nicht lange gedauert, bis ich begriff, wie naiv ich war. Irgendwann hörte ich auf zu glauben, verlor meine Naivität und lernte zu wissen. Dass der Glaube an einen unsichtbaren allmächtigen Zauberer, der „alle Menschen liebt“ und jene bestraft, die nicht an ihn glauben, auch heute noch an den Haaren herbeigezogen wird, um junge Menschen an ihrer Entfaltung zu hindern. Um ihr Rückgrat zu brechen.

Wenn man jungen Menschen etwa vorlügt, dass Homosexualität therapierbar sei, ist das eine weitere Form vieler Varianten des Missbrauchs junger Menschen, für die Proponenten des unsichtbaren allmächtigen Zauberers berühmt sind. Kinder können sich nicht wehren. Mit diesem pädagogischen Humbug wurde Erziehung in vielen Schulen einem Verein überlassen, der mit frappierender Arroganz agiert.

Wenn ich den Berichten über TeenSTAR folge, einem Verein zur sexuellen Unbildung, der homosexuellen Jugendlichen verdeutlichen will, dass ihre Existenz etwas zu Therapierendes sei, tauche ich in meine Erinnerung. An meine Kindheit und den Glauben an Erwachsene. Bis mir wieder einfällt, welchen Schwachsinn eben diese oftmals von sich geben, sobald sie erwachsen sind.

 

Foto: #Dailyhumanrights HOPE

 

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